
Stand 2007
Fasching in Burgau existiert schon seit mehreren Jahrhunderten, organisierter Fasching in Burgau lässt sich bis ca.100 Jahre vor der Gründung der BURGAVIA zurückverfolgen und den Fasching mit der BURGAVIA gibt es nun schon seit 56 Jahren.
als 1938 Bräuche aus dem rheinischen Karneval aufgegriffen wurden, herrschte in diesem Jahr das erste Prinzenpaar in Burgau. Die damaligen Tollitäten waren Prinz Schorsch I. und Prinzessin Mini ( Georg Botzenhart und Mini Zimmermann ).
1939 wurde das erste Mal der Begriff " BURGAVIA " im Fasching ins Spiel gebracht, als auf dem Turnerball mit der Galavorstellung des Zirkus BURGAVIA aufgewartet wurde. während des Zweiten Weltkrieges ruhte der Fasching in Burgau.
1946 wurden in Burgau wieder Faschingsbälle organisiert und 1949 hatte Burgau wieder ein Prinzenpaar. Im Jahre 1950 gab es starke Impulse den Burgamer Fasching zu organisieren. Die BURGAVIA gab es noch nicht, aber einen lockeren Verein zur Durchführung eines Faschingsumzuges. Die närrischen Regenten waren 1950 " Prinz Carlo von Mondanien und " Prinzessin Traudi ".
Den Anstoß nun zur Festigung eines Vereines zur Durchführung der Fasnacht wurden am Polterabend von Albert und Irmgard Vogele gegeben und am gleichen Abend, anschließend an die Polterfeierlichkeiten, traf man sich noch im Hotel post zur Besprechung dieser Idee.
Ein Jahr später wurde dann die Burgavia ins Leben gerufen, die Gründung erfolgte 1951 im Cafe Haugg. Zum ersten Präsidenten wurde Josef Kornprobst gewählt, der 1984 auf dem BURGAVIA-Hofball zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde.
Eins der größten Ereignisse in der Geschichte der BURGAVIA war , als 1961 auf Vorschlag der BURGAVIA dem östereichischen Außenminister Dr. Bruno Kreisky in Aachen im Beisein des gesamten Hofstaates der Orden " Wider den tierischen Ernst verliehen wurde.
1967 überfiel die BURGAVIA das bayerische Innenministerium ( an der Spitze der damalige Innenminister Bruno Merk und ehemaliger Landrat des Altlandkreises Günzburg ). Sämtliche überregionalen Zeitungen berichteten von dier BURGAVIA-Tat, denn damals waren solche "Überfälle "noch nicht an der Tagesordnung, so wie es heute der Fall ist.
Das letzte markante Ereignis der alten BURGAVIA fand 1969 statt, als eine Abordnung zur Hofball-Redoute nach Wien fuhr, bei der Dr. Bruno Kreisky der Orden des " Lieben Augustin " verliehen wurde. Zum ersten Mal in der Burgauer Geschichte hielt der " Orient Express " in der Markgrafenstadt und nahm die BURGAVIA-Abordnung auf.
Hier schließt sich das Kapitel der " alten BURGAVIA ", von 1971-1981 verfällt der Verein in seinen " Dornröschen-Schlaf ". Während diser Zeit entstand auf Initiative vom damaligen Bürgermeister Alfred Seidler das Faschingskomitee, welches am 13.2.1975 gegründet wurde. Von diesem Zeitpunkt ab war es für die Durchführung des Umzuges am Faschingsmeting verantwortlich, außer im Jahre 1975 selbst, denn für die Gestaltung dieses Gaudiwurms zeichnete sich ein letztes Mal die BURGAVIA als Verantwortlicher.
Wir schreiben das Jahr 1981 : Bereits ein Jahr zuvor wurden Vorgespräche geführt, aber zur endgültigen Neubelebung mit Generalversammlung und Neuwahlen kam es dann am 27.4.1981. Die Bezeichnung Prinzenpaar wurde abgeschafft und durch den Titel Markgrafenpaar ersetzt. Hinter dem "ersten Markgrafenpaar " verbargen sich Reinhold der schöne Mindeltaler und Ursula die Zarte (Reinhold Kaifer und Ursula Wörner ). Als gravierendes Ereignis darf die Installation des Trommlerballes mit der Verleihung des Trommlerordens an eine Persönlichkeit, die sich um die Erhaltung der Burgamer Fasnacht verdient gemacht hat, betrachtet werden.
Im Jahre 1986 entstand dann die bis heute andauernde, inzwischen 21-jährige Freundschaft mit unseren Freunden aus der Schweiz, der Opfi-Zunft aus Glattbrugg.
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